Was man einem Kind beibringt, kann es nicht mehr selbst entdecken.
Aber nur das, was es selbst entdeckt, verbessert seine Fähigkeit,
Probleme zu verstehen und zu lösen.
Jean Piaget
Meine Kindertagespflegestelle umfasst zwei Mehrzweckräume mit jeweils ca. 15m², einen Flur mit Garderobe, ein Gäste-WC, eine Küche und einen Garten.
Da ich meine Betreuungsräume nach den aktuellen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder gestalte, kann es sehr gut sein, dass es zurzeit bei mir in der Mäusebande anders aussieht, als hier auf den Fotos zu sehen.
Beide Spielräume werden durch große Fenster mit Tageslicht erfüllt und bleiben Dank Nordausrichtung auch im Sommer relativ kühl.
Im Flur hat jedes Kind sein eigenes Garderobenfach mit Platz für Kunstwerke, Mütze, Sonnencreme, Jacke, Matschsachen und Puschen. Die Sitzbank ist niedrig, sodass sich die Kinder selbstständig die Schuhe an- und ausziehen können. Die Garderobenhaken sind ebenfalls an der Größe der Kinder ausgerichtet.
Unter dem Heizkörper warten die Gummistiefel der Kinder auf ihren Einsatz an nassen Tagen.
An der Küchentür kann man sehen, was wir zum Mittagessen gegessen haben und an der Spielzimmertür hänge ich auf, was wir am Tag alles erlebt haben.
In dem vorderen Raum befindet sich die Wickelkommode sowie ein großer, niedriger Tisch mit kleinen Stühlen, den die Kinder selbstständig zum Spielen nutzen können. Daran können wir auch zusammen malen, etwas basteln, Buden bauen und gemeinsam essen.
Konstruktionsmaterial wie beispielsweise Duplo-Bauklötze, Holzbausteine, Magnete oder eine Duplo-Eisenbahn lädt zum ausgiebigen Ausprobieren und immer wieder neu Erschaffen und Gestalten ein.
Aus den Regalen können sich die Kinder selbstständig Spielzeug aussuchen und sich damit beschäftigen. Damit keine Langeweile aufkommt, wechsel ich die Spielsachen und Materialien unregelmäßig, je nach den Interessen der Kinder.
Beim Renovieren habe ich mich für einen natürlichen Korkfußboden entschieden, der elastisch ist, dadurch die Tritte der Kinder abfedert, und sich angenehm warm anfühlt, was praktisch ist, da sich Kinder viel auf dem Fußboden aufhalten.
Im hinteren Zimmer geht es mal wild, mal ruhig zu. Hier haben die Kinder etwas mehr Platz zum Laufen, Klettern und für vielfältige Bewegungen. Für kurze Pausen zwischendurch steht den Kindern eine Kuschelecke mit Kissen und weichen Decken zur Verfügung. Das Bücherregal lädt mit unterschiedlichen Arten und Themen zum Entdecken und Lernen ein.
Die Betten warten übereinander gestapelt in der Ecke auf ihren Einsatz nach dem Mittagessen.
In kleinen Körbchen können Kuscheltiere, Schnuller und Schlafsack und während des Schlafens die Anziehsachen der Kinder verstaut werden.
Der weiche Teppichboden vermittelt ein angenehmes Gefühl - gerade nach dem Wachwerden, wenn die Kinder barfuß aus ihren Betten steigen.
Das kleine Gäste-WC wurde mit einem Familien WC-Sitz ausgestattet, der es den Kindern ermöglicht, sich ganz einfach wie "die Großen" auf die Toilette zu setzen. Ein Hocker hilft ihnen dabei, selbstständig hoch zu kommen.
Am Waschbecken hilft ihnen ein Tritt dabei, sich selbstständig die Hände zu waschen.
Aus hygienischen Gründen und die Nachhaltigkeit beachtend, hat jedes Kind einen eigenen Haken mit kleinem Handtuch und Waschhandschuh, um sich das Gesicht zu waschen und sich abzutrocknen.
In der kindersicheren Küche bereite ich täglich, gerne auch mit den Kindern zusammen, Frühstück, Mittagessen und Nachmittagssnack zu. Mit einem einfachen Dampfgarer koche ich schonend schnelle, einfache und vor allem kindgerechte Gerichte.
Während der Mahlzeitenzubereitung kann ich durch den Flur schielen und die spielenden Kinder relativ gut im Blick behalten - oder einfach schnell über den Flur huschen und einen Blick in den Raum werfen.
In meinem Garten steht den Kindern eine Terrasse für Kreidekunstwerke, Fahrzeugtouren oder auch zum Spielen zur Verfügung. Auf der Rasenfläche können sie ihre Geschwindigkeit austesten, ihre Zielsicherheit beim Schießen trainieren, Gänseblümchen pflücken oder oder oder.
Ein Quadro-Klettergerüst mit zwei kleinen Rutschen animiert zum Erproben der Motorik.
Ein Sandkasten lädt zum Bauen, Formen, Matschen, Buddeln und Sandkuchen backen ein.
In einer Nestschaukel können die Kinder ihre Gedanken schweifen lassen.